Cape Coast – Kumasi – Tamale

Wie schon im letzten bericht geschrieben, waren wir auf dem weg nach cape cost…wir sind erst so gegen 20uhr angekommen, was in ghana fast schon mitten in der nacht ist.

Dienstag, 21.09.2010
Der trotro fahrer war so nett erst alle fahrgäste bis zum bahnhof abzuliefern und hat uns dann netterweise noch zu einem hotel gebracht, dass mir eine freundin empfohlen hatte. Eigentlich war mir egal wo wir unter kommen, ich wollte einfach nur gemütlich eine rauchen, duschen, ne kleinigkeit essen und dann einfach nur schlafen. Im hotel angekommen sollte wir eine zimmerkategorie wählen…

als wir uns entschieden hatten meinte der nette herr an der rezeption, dann nur noch ein zimmer frei wäre – okay…..warum sollten wir dann erst wählen?! Verstehen muss man das nicht wirklich ;-) er zeigte uns das zimmer…auf dem weg dachte ich mir noch…running water & fan …so schlim kanns nicht sein…er machte die tür auf und es stank fürchterlich nach urin…die badtüre war offen…es war bullenheis in dem zimmer…das fenster zur hauptstraße hi naus und ausgerechnet zu der seite hin aus der kein hauch von wind kam.

Egal dachte ich mir…ich will nur schlafen…zur not könnten wir ja auch noch für die 2. Nacht ein anderes hotel suchen .

um nicht mehr ewig laufen zu müssen, haben wir direkt im kleinen, dem hotel angeschlossenem „restaurant“ etwas zu essen bestellt. Es gab mal wieder fried rice und n bierchen ? im anschlußhaben wir an der straße noch schnell wasser gekauft und dann ging es ab ins land der träume…morgen ist schließlich volles programm angesagt.

Mittwoch 22.09.2010
Nachdem wir uns fertig gemacht haben, machen wir uns auf den weg in die city. Tb will faul wie er ist mit dem taxi zur burg fahren aber ich bestehe darauf zu laufen. Auch wenn ich den weg nicht kenne, kann es nicht so schwer sein den weg zum meer zu finden und dann einfach an der küste zu schauen, wo die große burg ist, die heute unser ziel sein soll. Das entspricht zwar nicht ganz der afrikanischen logik aber ich kann mich durchsetzen ;-)

Am meer angekommen finden wir erstmal eine müllhalde vor in der sich die schweine sulen…ach wie schön…tb will mir nicht glauben und fragt irgendwelche leute wo wir hin müssen…also machen wir uns auf den weg…hier werde ich noch ungläubiger angeschaut…eine weiße die mitten durch ihr städtchen läuft und nicht wie gewönlich mi dem taxi fährt so scheint es mir. Ich genieße es hier und da einen kurzen und sehr kleinen einblick in das leben der menschen hier zu erhaschen. Es ist schon krass, cape cost ist eine stadt in der es unzählige schulen und universitäten gibt, es leben hier scheinbar einige reiche leute, dennoch ist die stadt fürchterlich dreckig und es gibt viel armut.

Schließlich sehen wir die große burg, cape coast castle liegt vor uns. Einst eine hochburg des sklavenhandels, heute eine touristenattraktion. Wir gehen noch kurz was frühstücken, schauen kurz zum meer bzw an den „strand“ neben der burg, machen ein paar bilder von außen und gehen dann rein. wir zahlen eintritt und werden in den ersten raum gebeten…ich will unbedingt eine führung mit machen….aber irgendwie will mich hier keiner verstehen.

Es steht ein schild am eingang, dass zu jeder vollen stunde eine führung beginnt. Schließlich bekomme ich heraus, dass der raum in den wir geschickt wurden um erste informationen selbst zu lesen quasi ein mal voll gemacht wurde bis dann eine führung beginnt.

Wir haben glück, kurz nach uns kommt eine englische reisegruppe. Ich frage mich zwar was diese menschen hier machen, aber gut. Alle fein herausgeputzt und eher4 nach malle touristen aussehend…ich glaube sie lernen dieses land ganz anderst kennen als ich… nach einpaar allgemeinen eindrücken heißt es auch schon wir müssten jetzt bitte heraus kommen, die tour startet jetzt. Es ist halb elf…ich frage mich gerade ob die tour ne halbe stunde zu früh oder zu spät anfängt ;-)

Es geht los, wir gehen einen dunklen gang hinunter, ich kann fast nichts sehen, unten angekommen sind stromleitungen provisorisch verlegt und es ist etwas licht. Zum glück! Wir sind in einem der räume in der tausende von sklaven gehalten wurden, bis sie in die ganze welt verschifft wurden. Noch sind wir im trakt der männer. Eindrucksvoll bekommen wir geschildert wie die sklaven hier „gehalten“ wurden. Tausende haben in diesen räumen „gelebt“, geschlafen, ihre bedürfnisse verrichtet (hierzu waren in der mitte und am rand eines jeden raumes eine art rinne im boden), kaum licht, zwei winzig kleine fenster in jedem raum, die decken sehr hoch und die „fenster“ (ich würde es eher als kleines loch in der wand bezeichnen) natürlich ganz oben,so dass nur ein kleiner lichtstrahl herein fällt. Kein luftzug, kein platz, ich hoffe wir gehen bald weiter, ich habe fürchterliche bilder im kopf. Es gibt markierungen an der wand, ich habe leider nicht verstanden was diese genau kennzeichneten, aber das ist ggf auch besser so.

Wir laufen insgesammt 3 dieser räume, jeweils mit einem ganz verbunden ab. Ich würde schätzen, dass die bodenfläche eines jeden raumes ca 40qm hatte…die gänge kann ich nicht schätzen, viel platz war aber nicht…tausende von menschen hier herinnen, ohne luft, ohne essen, in ihrem eigegen dreck…schon jetzt wowir hier nur mit ca. 20 leuten herinnen sind ist eine fürchterlich schwülheiße luft…wir gehen weiter in den letzen der räume der männer. Hier ist ein schrein aufgebaut undes sind kränze niedergelegt. Die kränze sind fürchterlich kitschig aus glänzendem plastik geraffel, doch typisch für ghana. Der guide hebt stolz einen der Kränze hoch und erklärt und den habe letztes jahr obama & seine frau hier her gebracht.
Wir gehen wieder nach draußen – endlich frische luft & licht!!!im hof sind die gräbereiniger hochrangiger personen. In einem flügel gab es schon damals eine art „kirche“ und eine bibliothek…wie grotesk das ist…interirdisch die sklaven, oben eine bibliothek. Der gide erzält uns, dass einige reiche damalsdie sklaven schier gemästet haben, dass sie stark und gesund aussehen bevor sie verschifft werden…ich vermute das war aber nur ein bruchteil im vergleich zu der anzahl die dort im keller in dem verlies vor sich hin wegetierten.

Weiter ging es zur maue, wo noch immer kanonen standen und richtung meer zeigten. Anschließend ging es zu den schächten über die die sklaven teilweise verladen wurden. Bis zu den gefangenenräumen der frauen. Bevor wir dort ankamen machte der gide uns auf einen kleinen raum in der burgmauer aufmerksam. Später erklärte er uns, dass die master sich oftmals frauer heraussuchten und sich dort in dem kleinen raum an ihnen vergangen. Der raum der frauen ist viel kleiner als die räumkichkeiten der männer, obwohl hier meistauch noch kinder mit „lebten“, entweder weil sie zu klein zum arbeiten waren oder weil sie hier hinein geboren oder sogar hier gezeugt wurden.

Teilweise bliebn die sklaven hier für 15 jahre bis sie irgendwohin verschifft wurden, hauptsächlich sind die menschen nach europa, die karibik und USA verschifft worden. Nach dem raum der frauen kam ein großes tor. Der guide erzählte uns, dass dies zuvor viel kleiner war, so dass die sklaven hindurch kriechen mussten um sich ihrem schicksal zu ergeben. Heute steht dort geschrieben „the door of no return“ …

Der guide öffnete das tor für uns, und wir sagen das typische treiben eines fischerstädtchens. Bunte fischerboote, tausende von herumwuselnden menschen, direkt neben uns zwei sich lautstark unterhaltende frauen, die fisch ausnehmen und diesen nach einer bestimmten art ndweise rollen. Der schwanz wird durch ein loch im kopf durch das maul gefädelt und dann noch einmal um den eigenen körper geschwungen. Wir sind wieder im heute angekommen, dennoch lassen mich die eindrücke aus der vergangenheit nicht los. Wir gehen zurück in die burg, lassen das bunte treiben, die armut, die lebensfreude und die bunten fischerbote hinter uns.

Wir laufen richtung eingang, der guide bereitet und auf die todeszelle vor…ein kleiner raum von ca 12-15qm in dem immer 60 zum tode verurteilte sklaven eingesperrt wurden. Sie blieben dort so lange in dunkelheit bis alle tot waren. Der guide führt uns durch eine kleine türe einen schmalen gang mit ein paar stufen hinauf in einen kleinen raum, es ist eine glühbirn aufgehängt, damit wir die kratzspuren der verzweiflung auf dem boden sehen können. Der guide meint „achtung“ , er verlässt den raum, schließt die erste, türe und macht das licht aus…es ist eine fürchterlich stickige, nasse luft im raum, keiner traut sich etwas zu sagen, man kann förmlich das jammern und schreihen der einst gefangenen sklaven hören, in der gewissheit, dass sie diesen raum nicht lebend verlassen werden. Ich dränge mich richtung türe…das ist mir alles etwas zu viel, einige sind draußen geblieben, da der guide vor platzangst gewarnt hatte. An der türe angekommen, macht der guide auch wieder auf und das licht an. Raus hier….ich will nur noch raus!

Wir werden nun noch einmal treppen in den „ersten stock“ des gebäudes geführt. Hier befinden sich die schlafräume der master, natürlich mit meerblick…was müssen das nur für menschen gewesen sein?!?
Im anschluß werden wir noch zu einer kunstausstellung im gebäude geführt, dann ist die führung zu ende. Ich weiß dass es noch ein museum hier irgendwo im gebäude gibt, das im preis mit inbegriffen ist….also machen wir uns auf die suche und werden auch schnell fündig. Hier ist noch einmal die geschichte der sklaverei aufgeführt, es sind zeichnungen, die metallfesseln und ein teil eines nachgebauten bootes mit dem sklaven verschifft wurden, die sehr beeindruckend sind. Schließlich werden noch einige schwarzen prominenten persölichkeiten aufgeführt und einige tradtionelle gegenstände aus ghana.

Im anschluß schauen wir uns noch im souvenierladen um und im innenhof der burg, in dem kleine geschäfte integriert sind, in dem man traditionelle stoffe, kleinung sowieholz und tonarbeiten kaufen kann. Als wir alles begutachtet haben, handle ich noch mit einem der verkäufer um ein paar kerzenständer…ich bin hartnäckig und er weiß wohl, dass ich mich nicht übers ohr hauen lasse und ich nicht einsehne einen special obruni (weiße) preis zu zahlen. Wir werden uns einig und alle sind zufrieden :-)

Nach den vielen eindrücken und der vielen lauferei machen wir uns noch schnell in das restaurant neben dem castle um was zu trinken. Die bediehnung ist mal wieder arsch langsam, was mir mittlerweile allerdings echt egal ist, trinkgeld gibt es hier eh keins ;-) während wir warten schaue ich noch mal in den reiseführer was wir jetzt noch so treiben könnten. Ich endecke ein ganz süßes hotel am strand mit kleinen bungalows und einem restaurant. Wir belschließen noch wenig am strand spazieren zu gehen und zu sehen ob wir das hotel finden um dort ggf abends zum essen zu gehen.

Da endecke ich das hotel auch schon, es gehört laut reiseführer einem deutsch-türken, der sich immer über landsleute als gäste freut. Ich frage spaßhalber nach einem zimmer, leider sind sie komplett ausgebucht, sonst würde ich die nacht einfach doppelt bezahlen…die bungalows sind einfach tausend mal schöner als unser stinkiges zimmer. Soll aber wohl nicht sein. Wir werfen noch einen blick in die speisekarte und gehen dann richtung hotel.

Wir laufe einfach mal der nase nach, fragen zwischendurch ein paar leute und kommen schließlich im hotel an. Wir bringen das auf dem weg gekaufte wasser aufs zimmer und gehen dann noch mal raus und erkunden wenig die landschaft hinter dem hotel. Wir finden einen schönen platz, oben auf einem hügel von dem auf man auf die ganze stadt blicken kann. Hier sieht man die unterschiede der menschen sehr deutlich…

Nach einer dusche und einer kurzen siesta machen wir uns wieder richtung stadt auf, zu dem hotel am strand. Wir bestellen (für mich gibt es cheesburger & pommes), genießen den abend am strand und ich freu mich über mein europäisches essen und ein bierchen :-) im anschluß laufen wir nach hause, ich falle völlig fertig ins bett…mitten in der nacht wache ich von heftigem regen auf…ich habe keine ahnung wie viel uhr es ist und hoffe dass es bis morgen früh aufhört bzw. weniger wird, dass wir hier weg kommen.

Donnerstag, 24.09.2010
Wir haben glück, der regen hat aufgehört und wir machen uns recht bald auf richtung station, versuchen ein trotro nach kumasi zu bekommen. Diesmal ist zum glück keine schlacht um uns an der station, im gegenteil, es ist recht ruhig. Wir suchen uns ein trotro, bezahlen, lassen unser gepäck verladen und dann heißt es wie immer warten…

Nach 2 stunden geht es dann los. Wir haben ca 3 stunden fahrt vor uns….wegen dem heftigen regen sind die straßenverhältnisse allerdings heftig….wir sitzen vorne im trotro und so bkomme ich alles mit…oftmals ist es echt wahnsinn wie die jungs ihre autos kennen…so oft waren stellen dabei an denen die straße mehr aus löchern mit wasser wie aus teer bestanden hatte…aber gut…die wissen schon was sie tuen…meistens zumindest ;-)

Nach gut 3 stunden kommen wir langsam in kumasi an. TB ruft einen freund bzw partner an bei dem wir übernachten…irgendwie ist mir nicht so ganz wohl bei der sache…ich hoffe jetzt einfach mal auf running water, zumindest wenigstens draußen, ein halbwegs passables bett, ne „dusche“ und ein für mich erträgliches WC…der trotro fahrer weiß wo wir hin müssen und lässt uns unterwegs raus. Wir finden auch gleich einen taxi fahrer, er läd unsere sachen und uns ein und los geht die fahrt. Es gibt noch eine kurze diskussion wg der bezahung, aber als wir ihm klar machen,dass wir auch wieder ausseigen und gerne eines der vielen anderen taxis nehmen, willigt er schließlich doch einem angemessenem preis zu.

Wir kommen am haus an, und ich bin über die größe durchaus poitiv überrascht. Wir werden in der hall herzlich empfangen, tb ist bei den jungs und ich warte gespannt was als nächstes passiert…sie tragen noch ein paar sachen für uns zusammen wurde mir gesagt….durch einen vorhang konnte ich einen teppich sehen in dem raum, den ich für unser zimmer hielt. Es wurde noch 2 kleine Beistelltische durchs wohnzimmer getragen, der scheinbar auch noch platz in dem raum fand. Anschließend noch ein stuhl und ein spiegel. Coole sache denke ich mit, alles viel besser als ich erwartet habe :-)

Wir bingen unsere sachen ins zimmer, ich ruh mich wenig aus und tb quatscht mit den jungs. Anschließend machen wir uns auf essens suche. An einem „fast food“ stand nehmen wir uns reis mit und essen zuhause. Wir gehen wie immer bald schlafen. Nachts wache ich wieder von heftigem regen auf… wahnsinn, das hört sich noch heftiger an als in der letzten nacht in cape coast. Ein ohrenbetäubender lärm…hoffentlich werden wir nicht weg geschwämmt ;-) irgendwann schlafe ich einfach wieder ein.

Freitag, 24.09.2010
Nach afrikanischer gemütlichkeit von TB und etwas streß meinerseits machen wir uns endlich auf den weg. Ich will einiges sehen heute…TB ist das allerdings nicht gewohnt und ich glaube er weiß nicht auf was er sich da einlässt. Er ist eh noch wenig pissig, da er noch muskelkater von unserer cape coast tour hat. Als erstes fahren wir ins kumasi cultural center – dort gbt es laut reiseführer einige hütten in denen man die verschiedenen landestypischen handwersarten besichtigen kann. TB versteht zwar nicht was ich hier will – es gibt mittlerweile viele sachen, die wir gegenseitig einfach so hin nehmen ohne zu erklären – in manchen fällen ist das einfach besser so ;-) wir starten in einer weberei, wo tradtionelle stoffe und auch moderneres hergestellt wird. Weiter geht es bei ein paar trommelbauern.

Zwischendurch gibt es immer wieder souvenier shops und ich bin überrascht über die preise…mein reiseführer hatte recht, die preise sind hier echt fair und vermutlich die niedrigsten im ganzen land.

Eine weitere weberei und dann ein künstler…wir wollen nur kurz rein schauen…ich bin begeistert von seinen malereien und schlage voll zu :-) anschließend noch ein paar töpfersachen begutachten und in den großen souveniershop am ende. Wir gehen noch ne kleinigkeit essen bzw was trinken. Eigentlcih wollten wir im anschluß direkt auf den großen markt fahren (der markt in kumasi ist angeblich der größte in ghana) allerdings habe ich nicht mehr genug geld einstecken und dooferweise auch keine kreditkarte dabei.

Also noch mal „kurz“ heim…auf kurz aurden letztendlich glaub ich ca 3 stunden…erst kamen wir nicht in unser zimmer, da die eingangstüre abgesperrt war, zu der wir natürlich keinen schlüssel hatten, dann wollte ich eigentlich nur kurz noch ne mail in den mole park schicken, da wir seit tagen versuchen dort ein zimmer telefonisch zu buchen, es aber niemand hin geht…naja, bis ich was brauchbares im netz gefunden habe, TB noch wenig TV geschaut hat und wir dann mal wieder los kommen ist es schon fast halb vier…

Erstmal geht es mit dem taxi zur STC bus station (das sind so normale reisebusse – fast wie bei uns). Auf dem weg sehen wir einige computergeschäfte und wir beschließen hier mal n paar preise zu checken da wir ja noch n paar rechner für die kids corner computer schule brauchen. An der station angekommen bekommen wir gerade noch 2 der letzten 3 tickets nach tamale für den nächste tag. Puh, glück gehabt, sonst wär unser ganzer plan nicht aufgegangen.

So, los geht computer läden abklappern. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass sie hir billiger sind als in accra, aber bitte. in manchen läden fragen wir, in manchen nicht…das hat alles system….sagt TB zumindest – ich frage nicht weiter nach und nehme es einfach so hin.

Letztendlich sind die rechner alle viel teurer als in accra. Wir geben also vorerst auf und machen uns auf die suche nach einer bank. Wir werden ständig in eine andere richtung geschickt…kommen aber dann irgendwann mal an einer bank an.

Nach dem geldholen machen wir uns dann doch noch mal kurz auf richtung markt…ich vermute TB erhofft sich, dass wenn ich heute das finde was ich suche, dass wir dann nicht noch mal hin gehen…ic h versuche ihm zu erklären, dass frauen zum einen nie genug klamotten und schuck haben können, wir immer shoppen gehen können und ich auf dem markt auch einfach ohne was zu kaufen (okay, das ist evtl wenig geflunkert) nen ganzen tag verbringen könnte,alleine um alles zu sehen und die ganzen eindrücke zu bekommen. Nach einigen diskussionen in welche richtung wir müssen sind wir schließlich am rand des marktes angekommen.

Von hier aus lässt sich die dimension allerdings noch nicht erahnen…auf die plätze, fertig, los…machen wir uns über die straße und stürzen uns ins getümmel….wir finden genau den richtigen eingang und ich finde auch promt am 2. Stand einen super schönen stoff den ich einfach haben muss :-)

Irgendwie ist der markt wohl in verschiedene bereiche eingeteilt – diese sind jedoch beim ersten besuch umöglich auszumachen. Okay, wir scheinen mittlerweile im bereich „schuhe“ zu sein…es ist unglaublich!!!überall sind kleine holzbuden, alles komplett überdacht, relativ dunkel, es brüllt musik aus verschiedensten lautsprechern…wir sind gerade bei den coolen turnschuhen aus USA ;-) laute gangster musik – die verkäufer sind ebenfalls passend gekleidet…wir laufen einfach durch….hier ein arm der mich rechts packt, dort einer links, alle wollen sie, dass ich was bei ihnen kaufe…so laufe ich freundlich lächelnd und kopfschüttelnd durch die gänge.

Wir kommen irgendwann mal wieder an einem teil an, der nicht überdacht ist. Das tut ganz gut – etwas frische luft. Dann geht es weiter ins getümmel.
Es dauert nicht mehr lange bis es dunkel wird, also beschließen wir uns langsam einen weg nach draußen zu suchen. Hin und her – rechts – links – usw… irgendwann sind wir „draußen“ hier sind immer noch tausende von ständen. Wir laufen eine kleine anhöhe hoch…von hier aus sieht man den ganzen markt…ich versuche ein foto zu machen, doch ich bezweifle, dass man die dimension darauf wirklich erkennt.

Wir halten ein taxi an und machen uns auf den heimweg. Duschen – essen – lesen – schlafen…. Ein abend wie jeder andere.

Das einschlafen fällt schwer…irgendwo in der nähe ist mal wieder kirche…die lautstarken gesänge lassen mich nicht wirklich schlafen…keine ahnung ob ich es geträumt habe oder es wirklich bis ca 2uhr nachts ging.

Voll verpeilt wache ich von einem komischen geräusch auf….bis ich checke dass es mein wecker ist. Eigentlich wacht TB eh immer um 5 spätestens 6 uhr auf, aber ich wollte auf keinen fall den schon bezahlten bus verpassen, also hab ich sicherheitshalber den wecker gestellt…allerdings auf 7, dachte ich zumindest. Es ist noch dunkel, irgendwas passt nicht…ich schaue auf meine uhr und merke, dass ich mal wieder etwas verpeilt war vor´m einschlafen, mein handy steht noch euf deutscher zeit und ich habe 2 stunden in die falsche richtung gerechnet. Schnell wecker richtig stellen und weiter schlafen.

Samstag, 25.09.2010
Wieder werde ich vom wecker wach…TB schläft scheinbar noch immer. Komisch! Ich versuche ihn zu wecken, was etwas schwer fällt. Shit denke ich mir nur, hoffentlich hat er nicht irgendwas…scheinbar ist er aber nur müde.

Ich will ja nicht streßen, aber ich weiß mittlerweile wie lange die herren hier brauchen um aus dem haus zu gehen. Es ist sieben, um acht wollen wir los richtung STC station (gestern hatten wir ca 40 minuten gebraucht und wer weiß wie schnell wir ein taxi bekommen), um neun sollen wir da sein, um zehn soll der bus fahren. TB macht sich richtung dusche auf…ich mach mich fertig und packe alle sachen zusammen.

Wahnsinn, um fünf vor acht sind wir fertig!!! Als ich nach draußen will, sagt TB wir warten noch kurz auf seinen partner, er putzt noch zähne und fährt uns dann… okay… ich geh noch schnell eine rauchen und warte draußen auf die jungs….kurz ist ein dehnbarer begfriff, vor allem in ghana ;-)

Irgendwann kommt TB mal aus dem haus, eine weile später sein partner…ich frage mich warum wir vor dem hoftor stehen, das auto steht doch drinnen…ich frage aber lieber nicht, die herren unterhalten sich in einer seelen ruhe…TIA…zudem bin ich mir eigentlich eh sicher, dass der bus nicht pünktlich fährt. TB hatte am tag zuvor nur gemeint wir müssen spätestens um halb neun da sein um noch einen guten platz im bus zu bekommen…es ist 8:25 und wir stehen immer noch vorm haus…da kommt der fahrer und es kann los gehen…auto ausparken, alles einladen, hoftor fachmännisch verschließen…ich glaube das kann man hier auch auf ne halbe stunde ausdehnen ;-)

Wir fahren los, zwar in die andere richung wie der taxifahrer gestern, aber was sols, die werden schon wissen was sie tun. Nach ca. 35 minuten und durchaus lustigen aber auch erschreckenden unterhaltungen sind wir angekommen.

TBs partner fragte mich zum beispiel ob wir in meinem land auch häuser bauen? (natürlich bauen wir auch häuser, auch wir müssen irgendwo leben – er dachte die sind schon alle gebaut) ob die häuser denn so sind wie hier? (naja, ich druckse etwas herum und beschließe dann zu sagen, dass sie in einer anderen art gebaut sind, dass wir beispielsweise auch zimmer unter der erde haben…das will er unbedingt irgendwann mal sehen) Ob es bei uns noch dörfer gibt? (ja, es gibt ganz viele – er dachte es gibt nur große städte) Ob wir landwirtschaft haben? (ja, auch bei uns gibt es bauern!) Ob diese mir einfachen mitteln betrieben wird? (naja, wir haben eher große maschinen die das machen) Warum ich nach ghana fahre und mir nicht von dem geld zuhause ein haus baue? (ich wechsle etwas das thema und versuche ihm klar zu machen, dass wir im verhältnis zu den menschen hier natürlich sehr viel geld verdienen, unsere lebenshaltungskosten aber auch viel höher sind und wir um die 40% an den staat zahlen zudem würde das geld für den urlaub niemals für ein haus reichen – häuser sind sehr sher teuer) wie ihr zahlt dem staat geld? Ist der staat euer freund? (Interessanter ansatz denke ich mir und erkläre ihm dass das in unserem system einfach so ist – ich verkneife mir zu sagen, dass beispielsweise arbeitslose davon bezahlt werden ich beschießle straßenbau und krankenversicherungen sind als beispiel erst mal genug) und wenn dein vater präsident wäre, dann müsstest du ja keine steuern zahlen und hättest viel mehr geld als die anderen? (nein, so einfach ist das nicht, steuern muss jeder zahlen – wenn man es nicht tut, muss man ins gefängnis) Ich versuchte alle fragen so diplomatisch wie möglich zu beantworten – ich hoffe das ist mir einigermaßen gelungen. Es ist teilweise echt so schwierig, da man mit der zeit verschiedene denkweisen hier kennt, dennoch möchte man ja die wahrheit sagen.

An der STC station angekommen bringen sie uns noch hinein es ist zwar schon neun, aber es ist natürlich noch ein bus da. TB macht sich auf den weg was zu essen aufzutreiben, ich passe auf das gepäck auf…als TB zurück ist meine ich noch ich glaube wir müssen das gepäck da hinten erst abgeben um es wiegen zu lassen und bekommen dann einen aufkleber…nee, das machen sie wenn wir einsteigen…okay…20 minuten später erklärt mir TB dass er das gepäck jetzt aufgeben muss…TIA…ich sage nichts dazu ;-)

Gepäck ist bezahlt und gewogen, alles ist fein :-) ich suche ein WC und kaufe mir danach an einem stand noch eine schoko milch und ein paar kekse für die fahrt. Das ist der nachteil am STC bus, da kann man nichts während der fahrt an der straße kaufen.

Kurz nach 10 trifft dann der bus ein. Alle leute springen auf und versammeln sich vor dem einstieg. TB meint, da alle leute aufstehen, sollten wir auch zum bus gehen, ich denke mir nur, das dauert eh noch mindestens 20 minuten, außerdem hat sich mittlerweile rausgestellt, dass wir platzkarten haben, also wozu die eile, aber ich sage nichts und bewege mich langsam mit richtung bus.

Es ist wirklich faszinierend, die menschen hier warten den halben tag auf irgendwas…das ein bus kommt, dass irgendwas spannendes passiert, dass es aufhört zu regnen oder sonst irgendwas und jeder ist die ruhe in person, sie lassen sich durch nichts aus der rufe bringen. Wenn man dann aber im taxi sitzt dreht der taxifahrer hinter einem schon durch, wenn der vordermann nicht exakt bei grün los fährt oder auch nur einen meter zum vordermann frei lässt…TIA…

Wir fahren schließlich um 10:37uhr los…nach afrkanischer zeit also pünktlich ;-) ich habe die vergangene nacht extra noch mein netbook aufgeladen um heute im bus wieder einen bericht für euch schreiben zu können :-)

bin hier schon recht lange beschäftigt. Bisher habe ich immer mal wieder raus geschaut und mit spannung die landschaftlichen veränderungen beobachtet, jetzt mussten allerdings die vorhänge zugemacht werden, weil die sonne so arg scheint…hallo, als ob hier irgendjemand nen sonnenbrand bekommen würde und ne klima hat der bus ja auch nicht ;-) mein versuch TB zu erklären, dass auch ich durch die scheibe keinen sonnenbrand bekommen kann ist kläglich gescheitert, er wollte mit einfach nicht glauben.

Egal…ich denke mir einfach immer meinen teil - wie hat eine gute freundin von mir so schön gesagt…es sind einfach 2 verschiedene welten…was nicht heißt, dass eine besser oder schlechter ist! Sie sind einfach anderst!

Jetzt haben wir noch 125km bis tamale, mal sehen wie lange wir brauchen. Dort angekommen müssen wir mal noch checken, wo wir morgen den bus nehmen müssen um in den mole nationalpark weiter fahren zu können, dann geht’s ins guesthouse…das haben wir schon gebucht. Von dort aus werde ich gleich versuchen euchh den bericht online zu stellen.

Morgen mittag geht es dann weiter in den nationalpark….ich bin schon so gespannt! Montag früh geht’s dann auf safari…ich hoffe wir haben schönes wetter und sehen viele tiere! Ich werde euch auf dem rückweg nach kumasi darüber berichten!!!

So, jetzt reichts mal wieder für heute!

Ich hoffe euch geht es alles gut!

Viele liebe grüße aus ghana!

*knutscha*
die lisa

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Eine Antwort auf Cape Coast – Kumasi – Tamale

  1. Ophelie sagt:

    hi Lisa,

    du bist ja wirklich eine fleißige Bloggerin. Der Wahnsinn. Verfolge deine Reise und bin in Gedanken irgendwie voll dabei. WÜnsche euch viel spass auf der Safari morgen und viel Glück, dass ihr außer den vielen verschiedenen Anthilopen auch Elefanten seht. Ich hoffe, das Wetter ist wieder besser.
    lieben Gruß, xxx

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